Geburtshilfe

 

Schwangerschaft - Regelleistungen
Eine Schwangerschaft und die Geburt ist etwas Einmaliges und Wunderbares. Auch wenn diese Zeit erfahrungsgemäß von Freude geprägt ist, kann es Phasen von Unsicherheit und Kummer geben.
Gemeinsam mit unserer Hebamme, Frau Teresa Fischer, ist es unser besonderes Anliegen, Sie in dieser aufregenden, emotionalen wie auch erfahrungsreichen Zeit zuverlässig, umfassend und ganzheitlich zu begleiten.  

Die Vorsorge und Betreuung der Schwangerschaft wird in Deutschland durch die Mutterschaftsrichtlinien des Bundesausschusses der Ärzte und Krankenkassen definiert und umfasst folgende Leistungen:
  • Beratung in der gesamten Schwangerschaft
  • Basis-Laboruntersuchungen (Bestimmung von Blutgruppe, Antikörper-Suchtest, Röteln-Immunität, HIV
  • Testung, Syphilis-Testung, Chlamydien-Test, Untersuchung auf Hepatitis B)
  • Blutzucker-Belastungstest (oraler Glucose-Toleranztest / OGT) zum Ausschluss von Schwangerschafts-Diabetes
  • drei Ultraschall-Untersuchungen (in der 9. – 12. / 19. – 22. und 29. – 32. Schwangerschaftswoche).
Darüber hinaus werden nur bei bestimmten abklärungsbedürftigen Befunden im Schwangerschaftsverlauf weitere Ultraschall-Untersuchungen durchgeführt.
Durch den raschen Fortschritt der Medizin und der Technik ist es heute möglich, durch zusätzliche Untersuchungen Erkrankungen von Mutter und Kind frühzeitig zu erkennen und dem wachsenden Sicherheitsbedürfnis der werdenden Eltern gerecht zu werden.
 
Folgende zusätzliche Untersuchungen 
sind sinnvoll und möglich, fallen allerdings unter private Zusatzleistungen
  • Ernährungsberatung Eine gesunde und ausgewogene Ernährung während der Schwangerschaft ist von Anfang an essentiell. Der steigende Bedarf an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen kann heute allein über die konventionelle Ernährung kaum gedeckt werden.
    Gerne unterstützt und berät Sie hier unsere Ernährungsberaterin, Frau van Dalsum, und erstellt für Sie einen geeigneten Ernährungsplan. Sprechen Sie uns an!.
  • zusätzliche Infektions-Diagnostik Eine Basis-Abklärung auf Infektionen ist im Rahmen der Mutterschafts-Richtlinien mit enthalten. Weitere unbemerkte Infektionen in der Schwangerschaft können jedoch zu Fehlgeburten, Frühgeburten und Fehlbildungen (z.B. an Herz, Gehirn und Augen) führen. Eine Erweiterung der Infektions-Diagnostik um die Bestimmung von Toxoplasmose, Cytomegalie und Ringelröteln (Parvo-B19) ist in unserer Praxis möglich.
  • Ersttrimester-Screening / Nackentransparenz (NT)-Messung Durch die Messung von der sogenannten Nackenfalte beim Fetus, gekoppelt mit unterschiedlichen Parametern aus mütterlichem Blut, kann das individuelle Risiko für eine Chromosomentstörung kalkuliert werden (Trisomie 21, 13 und 18). Die Untersuchung wird in der 12. – 14. Schwangeschaftswoche durchgeführt und hat einen positiven Vorhersagewert von rund 90%.
  • Panorama ® - Test Eine weitere Entwicklung bei den Ersttrimester-Untersuchungen ist die Untersuchung auf fetalen Trisomien und Monosomien aus mütterlichem Blut. Die kindliche DNA wird durch ein aufwendiges Verfahren aus dem mütterlichen Blut gewonnen und molekulargenetisch weiter untersucht. Dieses Testverfahren wird von unterschiedlichen Firmen in Deutschland angeboten. Wir bieten Ihnen den Panorama-Test über unser Labor Amedes Group an, die Aussagekraft des Tests liegt bei 99% für das Vorliegen einer kindlichen Trisomie 21, 18 oder 13, sowie einer Monosomie des X-Chromosoms.
    Auf Ihren ausdrücklichen Wunsch hin entnehmen wir Ihnen ab der 11. Schwangerschaftswoche (SSW) eine Blutprobe und teilen Ihnen das Analyse-Ergebnis nach etwa 2-3 Wochen mit. Eine Bestimmung kann grundsätzlich bereits ab der 9. SSW vorgenommen werden. Durch die Bestimmung ab der 11. SSW wird jedoch vermieden, dass durch eine zu frühe Blutentnahme, zu wenig fetales Material in der Probe gefunden wird und somit keine sichere Aussage erfolgen kann.
  • 3D / 4D – Ultraschall Auf Wunsch können Sie Ihr Baby im 3D- bzw. 4D-Ultraschall zusätzlich sehen. Bei 4D können neben der dritten (räumlichen) Dimension auch die Bewegungen des Kindes beobachtet werden. Diese Untersuchung lässt sich am besten in der 14. – 16. bzw. 24. – 27. Schwangerschaftswoche durchführen. Ein Foto oder das Abspeichern von Untersuchungs-Sequenzen bzw. Bildern auf einem mitgebrachten, neuen (!) USB-Stick ist bei dieser Untersuchung möglich.
  • Abstrich auf B-Streptokokken B-Streptokokken sind Bakterien, die sich bei bis zu einem Drittel der Schwangeren im Genitaltrakt nachweisen lassen. Die Bakterien gehören zur Flora von Darm und Scheide und stellen für die Schwangere selbst keine Gefahr dar. Sie können jedoch bei der Geburt auf das Neugeborene übertragen werden und sind die häufigsten Erreger von schweren Infektionen von Atemwegen und den Hirnhäuten. Die Infektion kann in der 35. – 37. SSW mit einem mikrobiologischen Abstrich aus Scheide und Enddarm nachgewiesen werden. Bei positivem Test wird das Ergebnis im Mutterpass dokumentiert und während der Geburt ein Antibiotikum verabreicht.
  • geburtsvorbereitende Akupunktur Mehrere wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Akupunktur zur Geburtsvorbereitung (ab der 36. Schwangerschaftswoche) die Geburt erleichtert und verkürzt (Leinmüller R. Additive Akupunktur: Der Geburtsverlauf wird beschleunigt. Dtsch Ärztebl 1999; 96(19): A-580 / B-473 / C-445.). Gerne biete ich Ihnen diese effektive Methode in unserer Praxis an.

Wochenbett / Stillzeit

Selbstverständlich stehen wir Ihnen auch im Wochenbett und in der Stillzeit bei Fragen und Problemen stets zur Seite.
Auf Wunsch können Sie Ihre Wochenbett-Betreuung auch in unserer Praxis bei unserer Hebamme, Frau Maja Dorscheimer, vornehmen lassen. Durch die Vorstellung für die Wochenbett-Betreuung in der Praxis haben Sie zusätzlich die Möglichkeit, bei Komplikationen oder besonderen gynäkologischen Fragestellungen direkt die Ärztin in der Praxis zu kontaktieren und eine eventuelle notwendige Untersuchung unverzüglich vornehmen zu lassen. Die Information zum Ablauf der Wochenbett-Betreuung können Sie bereits in der Schwangerschaft bei uns in der Praxis erhalten und die Terminvereinbarung sowohl an unserem Empfang, als auch bei der Hebamme direkt vornehmen.